LEBENSKRAFT
UND MISSBRAUCH

Einführung

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Anmerkung zur Standard-Sichtweise des moralisierenden Mainstreams

Beispiele für die Standard-Sichtweise des Mainstreams zu Themen wie Mißbrauch, Vergewaltigung, Zerstörung des Selbstwertgefühls:

  • Die Ansprache oder Aufarbeitung von vergangenen Erfahrungen und Prägungen sei ein Versuch, anderen eine Schuld aufzuhalsen, um von der eigenen Verantwortung abzulenken und eine Ausrede zu suchen, um selbst keine Änderungen herbeiführen zu müssen.
  • Man müsse doch eigentlich schon ab einem Alter von etwa 30 oder 35 Jahren sein Leben selbst gestalten und könne nicht für etwas, das man von da an täte oder fühlte, irgendwelche Kindheits- oder Jugenderfahrungen als Entschuldigung anschleppen, daß sie einen an der freien Selbstentfaltung hindern würden.
  • Wer schädliches, psychisch vergiftendes und zutiefst verletzendes Verhalten von Eltern, Familienangehörigen und/oder Erziehungspersonen anspricht, wird in einer von Lügen und Heuchelei gekennzeichneten Kultur nicht respektiert, sondern ausgegrenzt. Er gilt als Nestbeschmutzer.
    Übliche Vorwürfe: "Undankbar", "Wir haben uns doch so viel Mühe gegeben", "Damals war das auch in anderen Familien ganz normal; das war eben eine andere Zeit", "Jeder macht Fehler", "Das Leben ist nun mal kein Zuckerschlecken", "Alles hat zwei Seiten" oder "Willst du jetzt behaupten, daß alles schlecht war? Es gab doch auch gute Dinge, und die erwähnst du nicht".

Meine Antwort darauf:

  1. Es geht mir hier nicht um irgendeine Rechtfertigung irgendwelcher Sichtweisen. Wer, entweder aus seinem Denken oder aus seinen eigenen Erfahrungen heraus, eine andere Sichtweise hat, möge diese gerne behalten.
  2. Ich trage hier meinen Erkenntnisstand bei, soweit ich ihn gewonnen habe. Wer ihn nutzen mag, kann das gerne tun, und wer ihn nicht nutzen mag oder kann, braucht es auch nicht zu tun — letztlich ist das allein seine Sache und interessiert mich überhaupt nicht, weil ich nicht darauf angewiesen bin, irgend jemanden von irgendetwas zu überzeugen.
  3. Die eigentliche Selbstverantwortung besteht im Annehmen der eigenen Gefühle und Empfindungen, und zwar so, wie sie sind, unabhängig von irgendwelchen von außen hereingebrachten Bewertungen oder Einordnungen.
  4. Unter denen, die die übliche Standard-Sichtweise nachplappern, habe ich noch nicht einen einzigen Menschen getroffen oder kennengelernt, der dies geleistet hätte oder überhaupt nur in Ansätzen den Mut und die Ehrlichkeit aufgebracht hätte, sich überhaupt auf ein Mindestmaß von Selbsterkenntnis und Wahrhaftigkeit einzulassen.
  5. Wer meint, das Selbstwertgefühl wäre Resultat eigener Leistungen oder generell einer positiven Lebenseinstellung, übergeht die psychische Realität komplett. Jeder, der so etwas behauptet, hat sich von seinem eigenen Inneren bzw. Unterbewußtsein komplett entfremdet und seine subtileren Wahrnehmungen und Gefühle völlig zu verdrängen gelernt. Sonst würde er nämlich herausfinden, daß er bei allem, was psychische Vorgänge betrifft, nur wahrnehmen kann, aber sich nicht selbst steuern oder quasi "umprogrammieren" kann. Lehren und Lehransätze, die so etwas behaupten, sind allesamt falsch. Meistens handelt es sich um Angebote, wo einem etwas verkauft werden soll, das aber nicht eingelöst werden kann — d.h. es handelt sich um den einschlägig bekannten Psycho- und Esoterik-Markt.
  6. Befreiung ist nur durch Erkennen der Wahrheit möglich, nicht durch irgendein Gebastel an sich selbst, an der eigenen Psyche, an den eigenen Gefühlen, Stimmungen, Empfindungen, Antrieben oder Neigungen. Die eigentliche Kunst besteht vielmehr darin, diese überhaupt anzunehmen und zuzulassen. Die Bastler und Änderer gehen soweit gar nicht in diese Herausforderung hinein, sondern bleiben an der Oberfläche und versuchen diese nur schönzufärben oder neu zu dekorieren. Wer in die Tiefe steigt, wird zu etwas ganz anderem werden als zu der Wunschperson, die er sich irgendwann mal vorgestellt hat.


Auch heute noch gibt es viele Ansätze, ob in Pädagogik, Psychologie oder Religion, wo Täter und Opfer auf dieselbe Stufe gestellt werden und ein Verständnis für das oft lebenslange Leiden und die Traumata von Opfern als einseitige und unausgewogene Betrachtungsweise bezeichnet wird. Opfer könnten demnach nur geheilt werden, wenn sie dem Täter (den Tätern) verzeihen und ihren eigenen "Anteil" an einem Konflikt anerkennen würden, der mehr oder weniger von beiden Seiten verursacht oder einfach schicksalhaft bedingt worden wäre.

Aufgrund der Dominanz dieser Ansätze habe ich mehrere Jahrzehnte lang nicht die wahren Zusammenhänge verstehen und durchschauen können. In diesem Webbereich werden Texte, Links und Infos geliefert, zu einem tieferen und echteren Verständnis zu gelangen.

Meine eigenen Erlebnisse sind sehr persönlich und individuell, spiegeln aber im Rückblick aus mehr als 40 Jahren betrachtet wesentliche Grundmuster der Verdrängung und Zerstörung von Lebenskraft und Authentizität dar. Das ist auch der Grund, warum ich sie ab Mai 2014 öffentlich gemacht habe und weiterhin ausarbeiten werde.

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