LEBENSKRAFT
UND MISSBRAUCH

Mai 2014

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Das No-Go im Frauenverhalten

Das Zusammenstellen der Informationen und Texte für diesen Webbereich hat dazu geführt, daß ich innerlich, v.a. emotional, wieder Kontakt mit der erotischen Blockade aufgenommen habe. (Nur damit das für den Leser klar ist: Es geht mir hier nicht um ein Herumgebastel an mir selbst; das ist lange vorbei, und zwar endgültig. Sondern um eine nüchterne Bestandsaufnahme. Wie ich inzwischen weiß, ist genau das die richtige Herangehensweise. Einfach die Tatsachen zu sehen. Das ist übrigens manchmal schon schwer genug.)

Mein aktueller Aufschluß, wie schon in dem vorigen Eintrag Mein Opferverhalten: Die Übernahme von Störungen und Ego-Problemen erwähnt, besteht darin, daß es im wesentlichen zwei Hauptaspekte gibt:

  1. Die extrem nachteilige und lebenslang belastende Konditionierung durch die fehlgeschlagene Erziehung seitens meiner Eltern. Dies wurde im ersten Teil des Webbereichs dokumentiert.
  2. Etwas, das ich in der Überschrift zum zweiten Teil mit dem Arbeitstitel "Zerstörte und verratene Weiblichkeit — Die Krankheit unserer heutigen Kultur" bezeichnet habe. Um diesen Aspekt soll es hier im weiteren gehen.

Das speziell mich und meine Wesensart betreffende "No-Go im Frauenverhalten" hat definitiv nichts mit mir zu tun, sondern ist eine Zeit- und Kulturerscheinung sowie außerdem offenbar bedingt durch Einschränkungen in der zwischenmenschlichen Verständnisfähigkeit von Frauen allgemein. Über den möglichen Vorwurf des Frauenhasses muß und werde ich mich hier radikal hinwegsetzen, denn der führt zu keinen Erkenntnissen, sondern versucht bloß ein zeitgeistiges Tabu zu errichten.

Ein kleines Beispiel: Vor einigen Wochen ging ich morgens auf der freien Strecke, die ich zu dieser Zeit gerne entlangwandere, an einem der hinter den Hotels parkenden Busse vorbei. Es war ein polnischer Bus. Zwei junge Frauen stiegen gerade aus. Mir fiel sofort auf, wie hübsch sie waren. Die eine von ihnen schaute mich an und grüßte mich sehr freundlich mit "Guten Morgen". Ich habe mich sehr darüber gefreut und war noch einige Zeit in einer Hochstimmung.

Deutsche Frauen, vor allem gutaussehende, würden so etwas nicht machen. Wie gesagt: Auf die üblichen Vorhaltungen, das sei reine Projektion, oder es sei reiner Zufall, und es gäbe keinen Unterschied zwischen Deutschen und Polen oder anderen Nationalitäten, möchte ich nicht eingehen. Ich weiß inzwischen genau, wo hier der Unterschied ist, und ich komme allmählich auch dahinter, was er bedeutet. Es geht ja erst einmal um einen simplen Kontakt. Die Frau hat nichts "unternommen", sondern ihr Gruß war völlig spontan und Ausdruck ihrer Wesensart. Sie lauerte nicht, sie beurteilte nicht, sondern sie hatte etwas zu geben. Diese Erfahrung habe ich bei deutschen Frauen praktisch nie gemacht. Das Lauern und Beurteilen ist hier die Norm und das weit überwiegende Verhalten, und es ist ein kulturell anerzogenes, durchgehend praktiziertes Verhalten. Der Mann hat hier die Schritte zu machen, die Vorleistungen zu erbringen. Aber damit beginnt schon das falsche Spiel, der Handel, das ganze Intrigieren. Und die meisten Männer wissen auch genau, daß sie sich darauf einlassen müssen; wenn sie es nicht tun, ist der Fall schon von vornherein erledigt.

Ich brauche hier nicht weiter zu argumentieren oder Rechtfertigungen zu liefern. Bei mir ist es ganz einfach so, daß "der Zug abgefahren ist", weil ich an dem Handel kein Interesse habe. Ich erspare mir das Getue, das Gezerre und Gefeilsche. Das äußert sich dann darin, daß ich für Frauen, zumindest für deutsche Frauen hier in diesem Lebensumfeld, schlicht und einfach nicht mehr existiere. Und das war auch schon lange vorher so gewesen; ich hatte es nur nicht wahrhaben wollen. Sie sehen mich noch nicht mal.

Für mein Verständnis muß es sich um ein Spiel mit gegenseitigem Interesse, gegenseitiger Freude, gegenseitiger Bereicherung handeln, so wie es z.B. auch bei Kindern ist und wo es keinerlei Kontaktprobleme gibt. Dieses Spiel ergibt sich spontan und ist nicht Gegenstand von "Schritten, die man unternehmen muß" oder, noch viel schlimmer, die der Mann unternehmen muß. Das Ganze ist einfach nur krank, gestört, abartig.

Das ist es aber, was für mich in der momentanen deutschen Kultur passiert. Die Frauen sind mit Unfruchtbarkeit auf allen Ebenen geschlagen. Sie sind Täterinnen und Opfer zugleich. Daß sie aber in erster Linie Opfer wären, ist eine der übelsten Lügen. Auch "der Kapitalismus" ist nicht verantwortlich. Es ist eine mentale Vergiftung, eine Fehlprogrammierung im gesamten Denken und Fühlen. Die Weiblichkeit ist verraten und zerstört worden. Für heutige Männer stellt sich dann einfach die Frage, wie weit sie unter diesen Umständen zu gehen bereit sind, um noch den (kleineren) Teil von Lust oder emotionaler Fürsorglichkeit von den Frauen kriegen können, der ihnen in diesem kaputten Spiel von Handel und Heuchelei bereitgestellt wird. Also ähnlich der Frage, wie weit man sein eigenes Gewissen zu unterdrücken bereit ist, um in einem der üblichen Großkonzerne für Geld seinen Bürojob zu erledigen und dabei die ganzen guten Hoffnungen und Träume, die man mal gehabt hat, nach und nach zu begraben.


Dies ist meine Bestandsaufnahme. Aus der Phase, mir dafür irgendwelche Lösungen zu überlegen, bin ich heraus. Mich interessiert einfach nur noch, meinen Frieden mit dem, was ich als Tatsachen wahrnehmen kann, zu machen, damit ich nicht immer wieder gegen eine unsichtbare Wand laufe und mir selbst einfach nur unnötig Leiden zufüge.

Der Fokus richtet sich dann ganz simpel auf die Frage, was für mich in meinem Leben wichtig, sinnvoll und erfüllend ist, jenseits unerfüllbarer Hoffnungen und jenseits irgendeines Frusts über eine Gesellschaft, die eben nun mal so ist, wie sie ist.

GLR
19.5.2014

Meine eigenen Erlebnisse sind sehr persönlich und individuell, spiegeln aber im Rückblick aus mehr als 40 Jahren betrachtet wesentliche Grundmuster der Verdrängung und Zerstörung von Lebenskraft und Authentizität dar. Das ist auch der Grund, warum ich sie ab Mai 2014 öffentlich gemacht habe und weiterhin ausarbeiten werde.

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