LEBENSKRAFT
UND MISSBRAUCH

Mai 2017

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Die zweite Phase

Die plötzliche Veruntreuung des Vermögens meiner Eltern seitens meiner Mutter hat für mich (und meine Familie) sowie für meinen Bruder (und dessen Familie) einen Schock ausgelöst. Dadurch wahrscheinlich gewordene akute Unterhaltsverpflichtungen verleihen der alten Mißbrauchsproblematik eine ganz neue "Qualität". Die Details beschreibe ich hier nicht, sondern die psychischen Auswirkungen. Alles kommt noch einmal hoch, und zwar viel stärker.

Besonders widerwärtig und ungerecht ist es, daß mein Bruder und ich nun ein komplettes Déjà vu der ersten mehr als 20 Jahre unseres Lebens erleben sollen (wenn es nach dem Plan meiner Mutter geht); wieder sollen wir den Kopf hinhalten und zu Opfern gemacht werden.

Die letzten Begebenheiten haben dazu geführt, daß ich nun fast täglich, ja eigentlich meistens, auch im normalen Alltag aufwühlende Phasen von Angst und Verunsicherung erlebe. Zum Glück kann ich diese bejahen und als Hilfe betrachten, die Gespenster aus der Vergangenheit nun in neuer Intensität zu konfrontieren und zum Teil auch endlich besser zu durchschauen. (Ich werde das in den folgenden Einträgen genauer beschreiben.)

So betrachtet ist es eine schicksalhafte Hilfe, auch wenn es makaber klingt. Ohne die von meiner Mutter auf völlig mutwillige und verantwortungslose Weise ausgelöste Katastrophe wäre ich womöglich gar nicht oder erst viel später in die Lage gekommen, mich mit den ungeklärten Aspekten des Mißbrauchs und seiner Folgen auseinandersetzen zu müssen. Denn flüchten kann man davor nicht. Man trägt es jeden Tag mit sich herum, auch wenn man sich dessen nicht bewußt ist.

Wer flüchtet, sind die Eltern, und vor allem meine Mutter. Das Ausmaß der Verleugnung und der totalen Wirklichkeitsverzerrung, das hier zu beobachten ist, erfüllt selbst neutrale, am Rande stehende Beobachter mit Entsetzen. Meine mehrmaligen Anläufe, mit dieser Frau klärende und ehrliche Gespräche zu führen, kommen mir im nachhinein nur noch wie Symptome eigener Verblendung vor. Es ist noch eine Sache für sich, daß ich mich hier den Tatsachen stellen muß, die den gesamten Kindheitsablauf in ein völlig neues Licht rücken. (Wird ebenfalls noch aufgearbeitet.)

GLR
24.5.2017

Meine eigenen Erlebnisse sind sehr persönlich und individuell, spiegeln aber im Rückblick aus mehr als 40 Jahren betrachtet wesentliche Grundmuster der Verdrängung und Zerstörung von Lebenskraft und Authentizität dar. Das ist auch der Grund, warum ich sie ab Mai 2014 öffentlich gemacht habe und weiterhin ausarbeiten werde.

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