LEBENSKRAFT
UND MISSBRAUCH

Mai 2019

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Hartgeld

© GLR | 9.5.2019

Eher durch Zufall bin ich wieder auf diese Mißbrauchs-Seiten gekommen. Mir ist gleich aufgefallen, daß ich nach dem letzten Eintrag (mit den Fotos) aufgehört habe, hier noch etwas einzutragen, obwohl bezüglich des Mißbrauchsthemas bei mir nichts weiter vorangekommen ist. Es ist einfach vergessen worden. Aber davon habe ich überhaupt nichts. Zum einen kostet es mich nicht viel (genauer: gar keine) Mühe, die Eintragungen fortzusetzen — und so weiterhin am Ball zu bleiben —, und zum anderen hat es seinen Nutzen, wie ich immer wieder merke: beim Schreiben und in der jeweiligen Phase selbst, aber auch im nachhinein. So ist mir beim Sichten meines internen Blogs (wird im internen Bereich der Selbsterkenntnis-Schule seit 2007 geführt) so deutlich wie noch nie ein großer Unterschied zwischen verschiedenen Blogeinträgen aufgefallen. Manche erscheinen mir im nachhinein komplett überflüssig, andere verblüffen durch einen weiterhin aktuellen, ja zeitlosen Wert. Dazu gehören auch die hier in diesem Bereich erfolgten Eintragungen.

Ich wollte es eigentlich in dem anderen Blog gar nicht erwähnen, weil es mir im nachhinen fast zu peinlich war, den öfteren Besuch bei Hartgeld.com zuzugeben. Das dauernde Aufsuchen solcher Seiten, die den Anschein erwecken, einen über gegenwärtige politische und wirtschaftliche Zusammenhänge und Hintergründe auf dem laufenden zu halten, ist eindeutig eine Sucht. Zum täglichen Websurfen gehörte für mich immer das "Abgrasen" solcher Seiten (auch Sportschau.de und einige andere; z.T. auch Videokanäle). Ich habe damit täglich wohl ca. eine Stunde verloren. Die dort erwähnten Infos und Kommentare füllen einen Teil des eigenen Gehirns, so daß sie tagsüber auch die Stimmung beeinflussen und einen, ohne daß man das merkt, belasten. Das ist mit Nachrichten allgemein so. Man bildet sich ein, das wäre nötig, um zu wissen, was "da draußen" geschieht, aber man kann daran nichts ändern, was allein schon zu einem unterschwelligen, sich immer mehr einschleichenden Ohnmachtsgefühl führt.

Aber darum soll es hier nicht weiter gehen. Warum erwähne ich besagte Webseite überhaupt hier? Weil es zu einer ganz interessanten, eigentlich sogar amüsanten Begebenheit gekommen ist, die mich schlagartig vom suchtartigen Surfen, jedenfalls auf dieser Webseite — aber auch auf praktisch allen anderen — befreit hat: Es ging dort um die abnehmende Disziplin in deutschen Schulen, vor allem in den inzwischen mehrheitlich von Nichtdeutschen besuchten Schulen, etwa in Berlin oder im Ruhrgebiet sowie in weiteren Großstädten. Offenbar werden die Schüler immer frecher. Zum Teil werden Lehrer sogar bedroht und angegriffen. Der Zeitgeist verbietet es diesen nun, sich entsprechend zu wehren. Lehrer haben, wie auch die Polizei, bei der gegenwärtigen Lage in diesem Land nicht mehr viel zu lachen.

Nun kam aber Eichelburg, der die Seite macht, mit folgendem Vorschlag: Man müsse wieder die gute alte Prügelstrafe einführen. "Früher" hätten die Schüler noch gehorcht, das beweise die Richtigkeit solcher Maßnahmen. Und nun würden auch schon viele Eltern quasi "händeringend" darum bitten, daß die Lehrer endlich wieder einmal "durchgreifen" sollten. Schläge wären die angemessene Sprache; anders würden diese (oft muslimischen) Burschen es einfach nicht kapieren.

Ich verzichte darauf, hier im einzelnen zu analysieren, was das in mir auslöste. Kurz und knapp: An diesem Punkt reichte es mir. Von dem Moment an war ich komplett von jedem Interesse, dort weiterzulesen, befreit.

Übrigens ist das auch ein gutes Beispiel, wie politische Richtungen hin und her kippen — aber keine geht ans wirklich Menschliche; alles läuft nur an der Oberfläche ab. Mal unterdrückt die eine Seite, dann die andere. Der naive Wähler und Zeitungsleser wird wie ein Pingpong-Ball hin und her geworfen. Entsprechend dann auch das Verhalten solcher Menschen in ihrem Alltag. Folgen sie nicht der einen Ideologie (oder Religion), dann der anderen.

Hartgeld und die allermeisten anderen Seiten und Videokanäle (eigentlich fast alle) laufen an dieser Oberfläche des Menschlichen ab, und so kommt das Unmenschliche, die Grausamkeit, die Dummheit, und schließlich die Gewalt und der durch diese Gewalt angerichtete seelische Schaden in die Gesellschaft. Lauter gepanzerte, sich selbst verleugnende, plumpe Charaktere. Und hier ist das eigentliche Problem. Dieses Problem läßt sich aber nicht lösen, weil die Menschen in der Masse immer so sind und auch so bleiben, bis in alle Zukunft hinein. Bewußter werden und sich befreien kann nur der einzelne, als Wahrheitssuchender und als Krieger. Die anderen sind verloren und bleiben verloren. Wichtig ist aber, sich von diesen anderen nicht das eigene Leben kaputtmachen zu lassen. Solange man es nicht schafft, hier auch innerlich eine klare Entscheidung zu treffen und eine Grenze zu ziehen, hängt man noch selbst mit drin. (Das tun, wie man täglich überall sehen kann, praktisch alle unsere lieben Mitbürger.)

Meine eigenen Erlebnisse sind sehr persönlich und individuell, spiegeln aber im Rückblick aus mehr als 40 Jahren betrachtet wesentliche Grundmuster der Verdrängung und Zerstörung von Lebenskraft und Authentizität dar. Das ist auch der Grund, warum ich sie ab Mai 2014 öffentlich gemacht habe und weiterhin ausarbeiten werde.

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