LEBENSKRAFT
UND MISSBRAUCH

Einführung

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Der Schlüssel zur neuen Sichtweise

Ich bin erst relativ spät, so ca. gegen Ende 2011, auf den Schlüssel gekommen, der zu einer völligen Veränderung meiner bisherigen Sichtweise bzgl. der Kindheits- und Jugend-Traumata geführt hat. Er besteht darin, den eigenen Empfindungen und Gefühlen völlige Berechtigung zu geben und sie nicht mehr in Bezug auf diejenigen, die ich nun als Täter bezeichnen möchte, zu relativieren.

(Einschub: Auf die heftige Diskussion, die gerade angesichts des in Deutschland immer noch vorherrschenden Psycho- und Esoterikdenkens bei solchen Aussagen immer sofort entflammt, möchte ich hier noch nicht näher eingehen; das ergibt sich dann in den Details der weiteren Texte.)

Entscheidend geholfen hatte mir eine Österreicherin, die mir nach Lesen meines damaligen Blogs ein paar Literaturhinweise geschickt hatte. Am wichtigsten war das folgende Buch, das ich auch jetzt noch, obwohl für manche in einem vielleicht zu simplen "amerikanischen" Stil geschrieben, für das allerbeste halte:


Eine weitere äußerst wertvolle Hilfe sind die Webseiten von UTU mit den eindringlichen Schilderungen der eigenen Mißbrauchserfahrungen und mit der Ausarbeitung der sich selbst achtenden und das Opfer schützenden Betrachtungsweise:


Des weiteren hat die Mailschreiberin mich auch darauf gebracht, die negativen Wirkungen von Bert Hellingers Methode endlich zu durchschauen. (Alles weitere dazu in dem verlinkten Beitrag.)

Mit dem einmaligen Lesen des Buches von Susan Forward ist es aber bei weitem noch nicht getan. So habe ich z.B. fast eineinhalb Jahre gebraucht, um die am Ende des Buches als unverzichtbar bezeichnete Konfrontation zu wagen. Dieses Erlebnis kann ich im nachhinein als einschneidend und unglaublich hilfreich bewerten.


Der eigentliche Punkt ist nicht Therapie, sondern das Gewinnen dessen, was ich die "andere Sicht" oder (hier) den "Schlüssel" nennen will, nämlich ein Verständnis der Implikationen, die eine Neubewertung der eigenen authentischen Gefühle und Bedürfnisse mit sich bringt. Dieses Verständnis wird durch den Psychomainstream genauso wie durch die üblichen traditionellen, auch religiösen Interpretationen eindeutig verhindert. Und der Schaden, der bei vielen Menschen damit lebenslang verursacht wird, ist überhaupt nicht zu ermessen. (Stichworte: Verzeihung bzw. Vergebung üben, karmische Täter-Opfer-Verbindung, Rechtfertigung von sozialen und/oder politischen Ursachen)

Zu dieser Neubewertung gehört auch, von Vorwürfen oder Schuldzuweisungen Abstand zu nehmen, weil diese wiederum die Opferrolle füttern. Das hatte ich vorher nicht verstanden. Auch nach Jahren von Kissen-Verprügeln und therapeutischen Wutausbrüchen habe ich mich nicht befreit gefühlt. Die einzige Befreiung besteht darin, sich selbst das 100%ige Recht zu allen eigenen Empfindungen einzuräumen und diesen auch höchste Priorität zu geben, v.a. gegenüber jeglichem vermutlich weiterhin artikulierten Täterinteresse. Man muß nicht Täter verstehen, man muß die eigenen inneren Vorgänge verstehen, und Verstehen heißt hier: Zulassen, Annehmen, Respektieren und dann auch Leben!

Die volle Verantwortung für das Geschehene muß an die richtigen Adressaten zurückgegeben werden — dieses Zurückgeben ist ein symbolischer Akt, der enorm viel Lebenskraft in sich trägt und der einen von der falschen und verhängnisvollen Übernahme fremder Übeltaten erlöst. Die meisten (oder alle) Opfer schleppen Lasten mit sich herum, die eigentlich anderen gehören.

GLR
19.5.2014

Meine eigenen Erlebnisse sind sehr persönlich und individuell, spiegeln aber im Rückblick aus mehr als 40 Jahren betrachtet wesentliche Grundmuster der Verdrängung und Zerstörung von Lebenskraft und Authentizität dar. Das ist auch der Grund, warum ich sie ab Mai 2014 öffentlich gemacht habe und weiterhin ausarbeiten werde.

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