LEBENSKRAFT
UND MISSBRAUCH

GLR: Erinnerungen

Start www.reschke.de www.selbsterkenntnis-schule.de

Erinnerungen 2: Die Rollen der Eltern

Rolle des Vaters

  • Es ging ihm gut, wenn es mir schlecht ging: siehe den Text über Narzißmus.
  • Konkurrenz zum Vater: von diesem ständig hergestellt; ich verlor immer; ich hatte keine Chance.

Mutterbindung

  • Ich wurde als Vertrauter der Mutter aufgebaut und übernahm diese Rolle, um ihr zu helfen, insbesondere gegen den gefährlichen Vater. Ambivalenz von „gefährlich“: Doppelrolle der Mutter: Mit ihr allein, war er ihr Feind und bedrohte sie angeblich; war er da, war ich der Feind beider und mußte „gebessert“ werden. Dieser Widerspruch führt zur Verrücktheit; als Kind habe ich das nicht gewußt, sondern mit diesem Widerspruch gelebt.

    Meine Mutter ist das Familienbild, der Familienmythos. Sie lügt und intrigiert, aber sie ist „gut“. Daher: Sie „muß“ lügen und intrigieren, wegen des Vaters. Wäre sie frei, würde sie nicht lügen. Meine Mutter opfert sich, für den Mann und für die Familie, also auch für die Kinder. Eine unglaubliche, heroische „Leistung“!
    Stirbt der Mythos, indem man zugibt, daß etwas schiefgelaufen ist, so bringt man die Mutter in Gefahr!
    Daher muß es so sein, daß der Bedroher (=ich) und Kritiker, der Sachen aufdeckt, stumm gemacht bzw. ausgegrenzt wird. Gleichzeitig mit dem Familienmythos wird dann auch jeder Beteiligte von mir „bedroht“.
    Mißbrauch kann kein Thema sein, höchstens da, wo ich als der, der ihn anspricht, diesen selbst verursacht und verdient habe.
  • Ich galt immer als Täter, nicht als Opfer. Die Mutter war das Opfer, immer. Selbst mein Vater sagte das: „Ihr müßt ihr helfen. Sie opfert sich tagtäglich für euch auf.“
  • Begegnung mit Frauen aktiviert diese Rolle des „Helfenden“. Die erotische Anziehung zur Mutter ist blockiert, entsprechend die Anziehung zu jeglicher Frau. Würde ich auf Frauen näher eingehen, würde ich sie „quälen“.
  • Unfähigkeit, Sympathie von Frauen-Seite zu empfinden. Ich habe zu wenig Vertrauen in Frauen, da meine Mutter mich verraten und betrogen hat. Ich reagiere primär auf Manipulation, aber nicht auf Sympathie.

Vater/Mutter-Verstrickung — ein lähmendes Dreieck

Vater quält von außen, Mutter korrumpiert von innen. Meine falsche Rolle des „Familienhelfers“ (der alles ausbalanciert, die Mutter versorgt und tröstet usw.). Dieselbe Mutter betrügt und verrät mich, benutzt mich (nutzt meine Hilfsbereitschaft aus).

Lob kommt da, wo es ihnen nützt, nicht mir. Ich wurde nicht gefördert, sondern mußte mir alles selbst erarbeiten —> ständige Überlastung —> Verspannung, nie ist genug getan worden.

Meine eigenen Erlebnisse sind sehr persönlich und individuell, spiegeln aber im Rückblick aus mehr als 40 Jahren betrachtet wesentliche Grundmuster der Verdrängung und Zerstörung von Lebenskraft und Authentizität dar. Das ist auch der Grund, warum ich sie ab Mai 2014 öffentlich gemacht habe und weiterhin ausarbeiten werde.

Videos

Hilfreiche Texte

Texte

Buch-Empfehlungen

Video-Empfehlungen

Film-Empfehlungen

www.reschke.de | GLR Bücher | HTML5
Copyright © 2019 Gerd-Lothar Reschke | Impressum | Datenschutz