LEBENSKRAFT
UND MISSBRAUCH

GLR: Erinnerungen

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Erinnerungen 8: Ununterbrochene Wiederholung

Das unter Erinnerungen 7: Die Reinfälle beschriebene Grundmuster hat sich — und das merke ich erst jetzt, wo ich versuche, das alles zusammenzufassend zu schildern — dann lebenslang, bis heute, wiederholt.

Die erste erotische Beziehung, die etwa eineinhalb Jahre dauerte, würde ich heute als Katastrophe bezeichnen, wo so ziemlich alles schiefgegangen ist. Auch die weiteren Beziehungen waren nur Versuche, irgendwie mit Frauen in sexuellen Kontakt zu kommen. In allen Fällen, wo ich mich (nach den zwei beschriebenen Fehlschlägen bzw. Reinfällen) nochmals verliebt hatte, haben mich die Frauen regelrecht abserviert; so wurden mehrfach Verabredungen nicht eingehalten, ich wurde belogen, oder man hat mich einfach loszuwerden versucht — es kam absurderweise noch nicht mal zu Treffen oder zu körperlichen Berührungen. Davon zu unterscheiden sind die Fälle von sexuellen Kontakten: diese fanden dann jedesmal ohne vorheriges Verlieben statt. Im nachhinein sehe ich aber das Manko daran. Man benutzt sich gegenseitig. Das kann auch bei sonstiger großer charakterlicher oder zwischenmenschlicher Wertschätzung geschehen. Aber man weiß es, und es ändert sich auch nicht.

Das Grundmuster der Wiederholung ist das Fehlen jeglichen Zutrauens von meiner Seite, für eine Frau, die ich attraktiv finde, überhaupt als Partner oder Gegenüber, sogar für ein erstes Ansprechen oder Kennenlernen, in Betracht zu kommen. Ich vermute, daß das zum einen mit den traumatisierenden sadistischen Erniedrigungen durch den Vater zu tun hat, aber zum anderen auch mit den Frauen selbst zu tun hat.

Ich hatte, wie weiter unten auf der Seite über Aspekte des Frauenverhaltens näher bearbeitet, während der ganzen Zeit nicht bemerkt und deshalb auch nicht verstehen können, daß von Seiten der Frauen nichts in der Art von Hilfe oder Lösung oder überhaupt von nennenswertem Eingehen zu erwarten war oder ist. Man kann bestenfalls zwar allgemeine Gespräche führen, aber was ich nie erlebt habe und was offenbar auch bei Frauen nicht möglich ist, das ist ein echtes Entgegenkommen, wenn man nicht das gemeinhin erwartete männliche Rollenverhalten an den Tag legt. (Krankhaft und paradox ist es wiederum, daß genau dieses männliche Verhalten dann von feministisch geprägten Frauen wiederum vehement abgelehnt wird.) Sie ignorieren einen dann schlichtweg. Das heißt aber auch: den Menschen an sich ignorieren sie ebenfalls.

Ich sehe das heute als Frauenproblem und nicht als mein Problem. Mein Fehler war, daß ich diese Ignoranz und Härte bzw. Kälte — die bei angeblich weichen, gefühlvollen Frauen genauso vorherrscht wie bei den anderen, manchmal sogar noch mehr, da sie eine Gelegenheit finden, heimlichen Groll an derart verletzlichen Männern abzureagieren — auf mich genommen hatte. Ich hatte sie auf eigene Unzulänglichkeit, Feigheit oder Unehrlichkeit zurückgeführt. Das ist, wie ich heute sehe, ein großer Fehler gewesen, und ich habe mir damit noch zusätzlich geschadet.

Meine eigenen Erlebnisse sind sehr persönlich und individuell, spiegeln aber im Rückblick aus mehr als 40 Jahren betrachtet wesentliche Grundmuster der Verdrängung und Zerstörung von Lebenskraft und Authentizität dar. Das ist auch der Grund, warum ich sie ab Mai 2014 öffentlich gemacht habe und weiterhin ausarbeiten werde.

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