LEBENSKRAFT
UND MISSBRAUCH

Destruktive Mechanismen

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Die Manifestationen der Erfolgsverhinderung

Erinnerungen

Erinnerung an all die vielen Situationen, wo bei mir das „Ich kann nicht“ auftrat:

Es trat z.B. auf, wenn ich vor meinem Vater Klavier spielen sollte. Ich verspielte mich dann immer sofort. Und das, obwohl ich 5 Jahre gespielt hatte und die Stücke sonst immer fehlerfrei beherrschte. Dasselbe war dann auch bei größerem Publikum.

Ich habe es auch beim Sprechen, hatte es beim Tennis und habe es jetzt beim Golf. Beim Tennis verlor ich fast immer, wenn es um Wettbewerbe ging und Leute zuschauten. Ich könnte zur Zeit unmöglich ein normales Golfturnier spielen; ich würde die Bälle gar nicht mehr treffen.

Der mögliche Erfolg führt bei mir zu Atemnot, Nichtsprechen-Können und völligem Blackout im Verstand. Ich werde dann zum Vollidioten und sabotiere alles, bzw. der Körper produziert lauter Aussetzer und Fehlleistungen. Es ist eindeutig die Auswirkung des sadistischen Zurückstoßens in Mißerfolg, Ungenügen und Schwäche, die mein Vater bei mir über 20 Jahre lang fast täglich praktizierte.

Ich konnte auch nicht schwimmen, was damals eine große Demütigung war, weil ich noch jahrelang mit nur ein oder zwei körperlich völlig zurückgebliebenen Schülern in einen Schwimmunterricht mußte. Dieser fand in einer schrecklichen, häßlichen Militärhalle statt, zu der ich immer extra hinfahren mußte. Die ganze übrige Klasse durfte währenddessen unten im Ort in der Schule Fußball spielen und andere Dinge machen.

Oft mußten wir eine halbe Stunde und länger vor der Tür warten, bis der Lehrer kam und öffnete. Da das Schwimmbecken nicht geheizt war, fror ich nach wenigen Minuten. Wir mußten aber eine Stunde schwimmen. Ich wurde blau und klapperte mit den Zähnen. Manchmal flüchtete ich mich unter die warme Dusche; das machte alles noch schlimmer, denn wenn ich dann unter Zwang wieder ins Wasser mußte, erschien es mir nur noch viel kälter.

Ich sollte auch lernen, vom Ein-Meter-Brett zu springen. Da ich nicht schwimmen konnte, wehrte ich mich, weil ich Angst hatte, unterzugehen. Der Lehrer redete oft eine halbe Stunde und mehr auf mich ein: "Du wirst doch nicht feige sein, gib' dir einen Ruck" usw. Er ließ mich an einem Ring, den er hielt, hineinspringen. Ich spürte aber nicht, wie ich von selbst hochkam, sondern er mußte mich hochziehen. "Siehst Du, das ging doch schon. Jetzt mache es alleine." Naß stand ich auf dem Brett, starrte wieder eine halbe Stunde, diesmal immer stärker frierend, in das kalte Wasser.

Schwimmen lernte ich in all den Jahren nie.

Mein Vater quälte mich auch mit diesem Schwimmen und machte sich über mich lustig.

Die größte Blockade von allen

Da erotische Akzeptanz vonseiten von Frauen (besonders von hübschen, attraktiven Frauen) bei mir der am stärksten ersehnte Erfolg wäre, greift hier die Erfolgsverhinderung auch am grausamsten ein. Es ist so grausam, daß es grausamer gar nicht sein kann. D.h. genau das, was ich am meisten ersehne, was mich am meisten glücklich machen und mir meine Würde zurückgeben würde, „muß“ dann unmöglich werden – und ist ja auch unmöglich geworden.

Die naheliegende Idee, daß ich ja nun bloß den Erfolg zuzulassen bräuchte, klappt erstmal genauso wenig wie wenn man einem Stotterer dasselbe sagen und dann erwarten würde, sein Stottern würde sofort aufhören.

Meine eigenen Erlebnisse sind sehr persönlich und individuell, spiegeln aber im Rückblick aus mehr als 40 Jahren betrachtet wesentliche Grundmuster der Verdrängung und Zerstörung von Lebenskraft und Authentizität dar. Das ist auch der Grund, warum ich sie ab Mai 2014 öffentlich gemacht habe und weiterhin ausarbeiten werde.

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